Andalsnes & Molde

In diesen beiden Orten hatten wir leider nur jeweils ein paar Stunden Zeit, da wir beide am gleichen Tag besucht haben.

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Die drei Stunden in Andalsnes wurde es sportlich. Meine Menschen wollten unbedingt den Nesaksla besteigen. Das ist der Hausberg des Ortes, auf welchen ein Aufstiegsweg hinauf führt. Der Weg war auch ziemlich gut, wir mussten nur eben 650 Höhenmeter überwinden. Da meine Beine doch erheblich kürzer sind als die meiner Menschen, durfte ich in meiner Reisetasche sitzen und mein Menschenpapa hat mich getragen.

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Der Blick von oben hat uns für die Anstrengungen auf jeden Fall entschädigt. Leider konnten wir nicht sehr lange dort verharren, da wir ja wieder zu unserem Schiff zurück mussten.

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Am Nachmittag stand Molde auf dem Programm. Ursprünglich hatten wir geplant, auch hier einen Berg zu besteigen. Nach dem Bergsprint vom Vormittag wurde dieser Programmpunkt von meinen Menschen aber gestrichen. Ich hätte ja noch gekonnt, in meiner Reisetasche.

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Also ging es direkt in das Romsdal Museum. Hier kann man sich einen Eindruck vom ländlichen Leben in Norwegen im 19. Jahrhundert verschaffen. Als Feinschmeckerbär war für mich natürlich die Backstube am interessantesten. Allerdings gleich gefolgt vom Familienhaus. Das besteht nur aus einem Raum, mit offener Feuerstelle in der Mitte, über welcher Hirsebrei kochte. An einer Seite des Raumes gab es über die ganze Breite einen großen, grob behauenen Tisch, an dem zu altvorderen Zeiten die Familienmitglieder gegessen haben. Familie meint hier etwa 20 – 30 Personen, die zur Winterzeit, die regelmäßig sechs Monate oder manchmal auch länger andauerte, in diesem einen Raum zusammenlebten.

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Für’s Schlafen, Sitzen, Trinken und alles, was man sonst noch so an langen Wintertagen tun kann, gab es an den verbleibenden drei Wänden des Hauses entlang eine breite Holzbank, welche mit vielen Fellen belegt war. Und wenn der Winter es besonders intensiv getrieben hat und man nicht vor die Tür gehen wollte, dann wurde in einer Ecke auch noch eine kleine Grube als Latrine ausgehoben.

Laut dem Touristenguide konnte man ein solches Haus bereits aus größerer Entfernung riechen, was ich gut verstehen kann. Gemütlich war es aber eben auch und hat mich an eine Bärenhöhle erinnert.

Euer ganz gefährlicher Grizzly

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2 Kommentare zu „Andalsnes & Molde

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