Fürst Pückler Park

Heute hat euer Grizzly etwas Kultur im Angebot. Nicht irgendwelche, nein, Weltkulturerbe muss es schon sein! Ein Besuch im Fürst Pückler Park in Bad Muskau.

Meine Familie hatte es schon lange vorgehabt, den berühmten Garten an der Neiße zu besuchen. Der Frühling bietet sich dafür natürlich besonders gut an und so ging es an einem sonnigen Wochenende eben auf nach Bad Muskau.

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Laut Wikipedia handelt es sich bei dem Park um den größten englischen Garten Mitteleuropas. Das zentrale Merkmal dieser Art der Landschaftsgestaltung sind exakt gepflanzte, jedoch natürlich wirkende Baum- und Strauchgruppen, welche durch die bewusste Gestaltung von Sichtachsen unterschiedliche und abwechslungsreiche Eindrücke im Sinne des zugrunde liegenden Ideals eines „begehbaren Landschaftsgemäldes“ schaffen.

Diese sich immer wieder neu ergebenden, überraschenden Blicke waren es auch, die mich am meisten beeindruckt haben. Egal, wo man in dem weitläufigen Garten entlanggeht, es tun sich von jeder Position neue Eindrücke auf. Die Sichtachsen sind dabei immer so gestaltet, dass sich an ihrem Ende ein Gebäude oder ein Kunstwerk befindet. Wie das der Herr Fürst damals ohne Computer oder aufwendige Modelle alles so exakt geplant hatte, das ist schon beeindruckend.

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Aus dem Garten selbst heraus ist immer wieder das neue Schloss mit seinem kunstvoll gestalteten Turm zu sehen. Von keiner der Sichtachsen jedoch in seiner Gänze. Jedes Mal sieht man nur bewusst gewählte Teile des Gebäudes, der Rest ist hinter den Bäumen versteckt. Wie schön es da in der Sonne liegt! Man denkt gar nicht, dass es seit dem Zweiten Weltkrieg für über 40 Jahre eine Ruine war. Wunderbar, dass es in Bad Muskau sehr engagierte Menschen gab, die sich für den Wiederaufbau eingesetzt haben, damit es heute wieder in alter Schönheit erstrahlen kann.

Mir hat der Besuch im Park jedenfalls sehr gefallen. Wir Bären mögen eben beides: Natur und Kunst.

Euer ganz gefährlicher Grizzly

P.S. Was denkt ihr, welche Gebilde das auf dem letzten Bild sind? Ich verrate es euch. Es handelt sich um die Luftwurzeln eine Sumpfzypresse. Die hat der Fürst bewusst am Ufer des Teiches pflanzen lassen, denn nur wenn es nass genug ist, wachsen diese eigenartigen Gebilde rund um den Baum aus dem Boden. Clever dieser Herr Pückler, nicht wahr?

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