Maginot Linie & Straßburg

Die letzten beiden Orte auf unserer Reise zu Ostern waren die Festung Schoenenbourg der Maginotlinie sowie das Straßburger Münster. Der Besuch in der Festung Schoenenbourg passte zwar thematisch nicht unbedingt zu den Kirchenbauten, aber da wir schon mal in der Gegend waren, haben wir die Festung noch eingeschoben. Auf dem Weg dahin machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp an der Burg Gräfenstein im Pfälzer Wald. Die Burg stammt aus der Zeit der Staufer im 12. Jahrhundert und ist eine der am besten erhaltenen Burgen aus dieser Zeit. Für uns lag sie am Weg und so haben wir die Gelegenheit zu einem kleinen Spaziergang mit anschließendem Picknick genutzt.

Pünktlich zur Besichtigungszeit am Nachmittag waren wir dann jedoch am Fort Schoenenbourg angekommen. Diese Festung ist die bekannteste und besterhaltene der ganzen Maginotlinie. Die Kette aus Befestigungsanlagen hatten die Franzosen in den 30-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts errichtet, um sich gegen einen erneuten deutschen Überfall zu verteidigen. Dass eine solche Festung einem Feind längere Zeit Widerstand leisten konnte, hat die Besatzung des Forts Schoenenbourg bewiesen. Trotz des Einsatzes der schwersten 1940 vorhandenen Geschütze von Seiten der Deutschen gab es keine ernsthaften Beschädigungen. Die Übergabe an die Deutschen erfolgte erst am 1. Juli 1940, nachdem das französische Oberkommando dies schriftlich befohlen hatte – sechs Tage nach Inkrafttreten des Waffenstillstands mit Frankreich.

Von der Festung ging es weiter nach Straßburg. Da wir von dort jedoch noch nach Hause ins Erzgebirge fahren mussten, hatten wir lediglich Zeit, das berühmte Münster zu besichtigen. Was das heißt, könnt ihr euch sicherlich denken. Mein Menschenpapa war wieder in seinem Element: Geschichte und Geschichten erzählen sowie nebenher fotografieren. Ein Detail aus seiner ganzen Erzählerei ist mir in meinem Bärenkopf besonders in Erinnerung geblieben. Das Münster war wenigstens in der Zeit von 1647–1874 mit seinem 142 Meter hohen Turm das höchste Gebäude der Welt. Den Aufstieg auf die Aussichtsterrasse sollte man als Besucher auch unbedingt unternehmen, der Blick über die alte und gut erhaltene Stadt entschädigt für die Anstrengungen. Das Münster selbst wurde im romanischen Baustil begonnen, dominierend sind jedoch die gotischen Elemente.

Ich fand besonders die Architektur des Turms und des Strebewerks beeindruckend. Überall bis ganz nach oben finden sich Verzierungen und Figuren. Wie die Menschen damals die ganzen Steine so hoch hinauf gebracht haben, kann ich mir aber dennoch nicht wirklich vorstellen.

Euer ganz gefährlicher Grizzly

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