Winthrop

Heute möchte ich euch das kleine, jedoch sehr schöne Städtchen Winthrop vorstellen. Mein Menschenpapa und natürlich auch ich, wir waren während unseres Aufenthalts in Amerika hier zu Hause. Und es war wirklich wie daheim für uns. Wir wohnten in einem typisch amerikanischen Haus bei einer überaus freundlichen Gastfamilie.

Winthrop hat etwa 18.000 Einwohner und liegt auf einer Art kleiner Halbinsel, direkt gegenüber dem Flughafen von Boston. Da es nicht so groß ist, kann man bequem überall hin laufen. Für uns war das natürlich sehr schön, denn wenn man läuft, kann man auch Fotos machen.

Ihren Namen hat die Stadt von John Winthrop, einem der berühmtesten Politiker aus der Gründungszeit der Siedlungen rund um die Bostoner Bucht. Im Jahr 1630 führte er die erste größere Gruppe britischer Auswanderer in das Gebiet um das heutige Boston an. Bis zu seinem Tod 1649 war er insgesamt 12 Jahre lang als erster gewählter Gouverneur für Massachusetts tätig. Die britischen Auswanderer hatten das Ideal, eine auf Bildung und persönlicher Freiheit beruhende Gesellschaft aufzubauen. John Winthrop war entscheidend an der Umsetzung dieser Ideen beteiligt.

Winthrop selbst ist eine typische Vorstadt mit Häusern, zumeist aus Holz im amerikanischen Stil und einem kleinen Stadtzentrum. Viele der Häuser sind schon 100 oder mehr Jahre alt und machen dennoch einen sehr gepflegten Eindruck. Einige für uns überraschende Dinge gibt es aber natürlich auch zu sehen. Die Stromleitungen machen schon einen etwas abenteuerlichen Eindruck. Schaut euch mal an, wie schief die Masten teilweise stehen! Auch eine Außentreppe zu einer Wohnung im zweiten Stock haben wir gesehen, da muss man schon absolut schwindelfrei sein und viel Vertrauen in den Erbauer haben, wenn man diese benutzt.

Wisst ihr, was eine Cupola ist? Ganz oben auf dem Dach vor allem älterer Häuser kann man manchmal eine kleine Terrasse entdecken. Andere haben ein Türmchen mit Fenstern in alle Richtungen. Das sind Cupolas, auch Widow’s Walk genannt. Früher sollen die Frauen von da aus nach ihren Männern Ausschau gehalten haben, wenn diese auf die See hinaus gefahren waren. Da die Seefahrt eine gefährliche Sache war und Seeleute leider auch manchmal nicht mehr nach Hause zurückkamen, haben diese Ausgucke eben den Namen Widow’s Walk erhalten.

In den ersten Tagen war für mich auch noch die Menge der amerikanischen Flaggen in der Stadt etwas Besonderes. Es ist hier ganz selbstverständlich, eine Fahne am Haus oder im Vorgarten zu haben. An öffentlichen Plätzen dürfen sie ohnehin nicht fehlen. Amerikaner sind sehr stolz auf ihr Land und zeigen das auch gern. Ebenso in der Erinnerung an Verstorbene spielen die Leistungen, welche Menschen für die Gesellschaft erbracht haben, eine sehr große Rolle. Mir hat das gut gefallen, weil es zeigt, was den Menschen wichtig ist.

Viel Spaß euch mit den Eindrücken aus Winthrop.

Euer ganz gefährlicher Grizzly

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