Salzburg

Der Bär hat was gelernt, nämlich, was ein Fürsterzbischof ist. Eigentlich ganz einfach: Ein Bischof, der gleichzeitig Herrscher eines Staates ist. Ja, Reisen bildet eben. Wobei die Salzburger sich manche Sachen aber auch nur einbilden. Da sind die doch alle ungeheuer Stolz auf IHREN Mozart.

Mozartkugeln hier, Geburtshaus dort, Wohnung nur ein paar Meter weiter und an jeder Straßenecke alle möglichen und auch unmöglichen Mozart-Souvenirs. So, als hätte der Herr Mozart nichts schöner gefunden, als in Salzburg zu leben. Ganz so war es dann aber wohl doch nicht. Der Mozart war schon ein richtiger Künstler. Wie hat Falco gesungen? „Er war ein Mann der Frauen; Frauen liebten seinen Punk“. Nicht nur das, eine Arbeit als Konzertmeister war dem Genie dann doch viel zu ordinär und was sollte er außerdem im provinziellen Salzburg leben? Also hat er sich nach Wien davongemacht. Und was machen die Salzburger? Die haben sich mit Mozartkugeln getröstet. Schmecken aber auch gut, diese Dinger.

Wer sich nicht ganz so sehr für Mozart interessiert, der sollte unbedingt die Burg Hohensalzburg mitten in der Stadt besuchen. Als Bär bin ich ja eher Experte für gemütliche Höhlen, die Burg ist aber so gut erhalten, dass ich sicherlich auch darin gut wohnen könnte. Vom Turm hat man außerdem einen wundervollen Ausblick auf die Stadt und die Berge umher. Ja und wer etwas faul ist (ich geb es ja zu, auch der Bär hatte keine Lust zu laufen), der fährt mit der Festungsbahn direkt von der Stadt in die Burg.

In der Stadt hat der Bär auch noch einen super Tipp für euch: Besucht den Dom und schaut euch die Ausstellungen im Domquartier an. Ich hätte nie gedacht, welche Pracht sich die Fürsten und Bischöfe leisten konnten und das alles in der Hauptsache mit dem Salz bezahlt. Für mich hätte der Ausflug in den Dom aber fast in einer Katastrophe geendet. Mein Mensch war total begeistert von den Deckengemälden und Stuckarbeiten. Damit ich ihm beim Fotografieren nicht im Weg bin, musste ich mich nur mal kurz in eine Kirchenbank setzen. Ja und da saß ich nun, aber eben überhaupt nicht kurz. Der hatte mich vergessen, einfach so! Als Bär verschollen in Salzburg. Zum Glück hat der übereifrige Fotograf es irgendwann bemerkt, dass ich fehle und mich hektisch abgeholt. Ich habe ihn trotzdem tüchtig angebrummt, wozu ist man ein ganz gefährlicher Grizzly, wenn nicht dafür.

Wir haben uns danach aber wieder vertragen und sind noch durch den Mirabellgarten geschlendert. Dort haben wir auch die Entenküken getroffen, niedlich. Außerdem gab es viele schöne Blumen zu sehen. Und ihr wisst ja, der Bär mag Blumen sehr. Ich hab mich deshalb auch gleich ins Beet gesetzt, schaut doch mal.

Euer ganz gefährlicher Grizzly

 

Hohenwerfen

Hui, waren die schnell und groß, da ist selbst einem so gefährlichen Bären wie mir schon ein wenig der Mut abhandengekommen. Von wem ich spreche? Na von den Adlern, Geiern und Falken in der Greifvogelvorführung auf der Festung Hohenwerfen. Was, Ihr kennt die Burg noch nicht? Na dann aber nichts wie hin, da ist richtig was los.

Wer eine schön gestaltete Burganlage bestaunen möchte, der ist bei der Burgführung richtig. Da gibt es Geschichten von den alten Burgherren zu hören, Kanonen zum Anfassen und auch den Turm kann Bär besteigen. Eine wirklich schöne Burganlage, die einen guten Eindruck vom früheren Burgleben vermittelt. Immerhin erlebt die Festung in wenigen Jahren ihren 950. Geburtstag. Was schon erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass die Burg 1931 weitgehend abgebrannt ist und dennoch wieder aufgebaut wurde.

Laut unserem Burgführer wurde die Burg in ihrer langen Geschichte auch nur ein einziges Mal erobert. Nicht schlecht, oder? Fairerweise hat er allerdings noch darauf hingewiesen, dass sie eben auch nur einmal angegriffen worden ist.

Und wenn Ihr schon einmal da seid, schaut euch unbedingt die Vorführung der Falkner an. Stellt euch nur mal vor, wie es sich anfühlt, wenn ein Adler einen halben Meter über euren Kopf im Sturzflug vorbeibraust. Glaubt dem Bären: Das kann man sich nicht vorstellen, dass muss man erlebt haben. Die Vögel waren so schnell, da ist selbst mein Mensch mit Fotografieren nicht hinterher gekommen.  Wer sich schon mal einen Eindruck verschaffen möchte, bitte: https://www.youtube.com/watch?v=k9k3oIw6rHQ, https://www.youtube.com/watch?v=YoelMLY3SdI

Alle Teilzeitburgherren und -damen, die so wie ich irgendwann hungrig werden, können sich auch gleich noch beim großen Gelage im Burghof stärken.

 Guten Appetit wünscht euch euer ganz gefährlicher Grizzly

Abtenau

Hurra, der Bär hat Urlaub! Und was macht er da – er verreist. Diesmal ging es in die Alpen, nach Abtenau am Tennengebirge. Aber da musste man erst mal hinkommen. Also ab ins Auto und schwupp di wupp, sind wir da. Zumindest hatten sich meine Menschen das so gedacht. Gekommen ist es etwas anders. Ab ins Auto und los, das war schon etwas schwierig, da der Motor schlecht ansprang. Ach, da hat bestimmt das Licht gebrannt und die Batterie ist etwas leer, meinten meine Menschen. Das wird wieder, wenn wir erst etwas gefahren sind. So sind wir also etwas, so ungefähr 250 km, gefahren, bis zu einen Stopp zum Mittagessen. Bis dahin war alles gut. Nur danach war Feierabend, wie die Erzgebirger sagen. Das Auto sprang nicht mehr an, kein Strom. Während meine Menschen mit Diesem und Jenem telefoniert haben, habe ich die Zeit für ein kleines Nickerchen genutzt. Es geht doch nichts über einen guten Mittagsschlaf.

Zum Glück gab es auch am Sonntag einen sehr freundlichen Pannenhelfer, der unserem Auto mit einer neuen Batterie die Freude am Fahren zurückgegeben hat. Mit etwas Verspätung, dafür aber viel Vorfreude ging es also weiter und nun auch wie geplant bis Abtenau.

Wow, was für Berge! Und wie hell die in der Sonne geglänzt haben, manche Stellen wirkten fast schon weiß. Das kommt daher, dass diese Berge aus Kalkstein sind, erklärten meine Menschen. Am besten sahen sie aber abends aus. Alpenglühen – und was für eins. Und nein, mein Fotograf hat nicht an der Farbschraube gedreht, das war wirklich so. Wie auch der Regenbogen, der sich nur für fünf Minuten zeigte, weil die Sonne gerade unterging. Was für Farben!

Außerdem habe ich euch noch einige Eindrücke vom Geisterberg bei Sankt Johann – Alpendorf  mitgebracht. Der Geisterberg ist ein wunderschön gestalteter Wander- und Erlebnisberg für Kinder und Bären. Hinauf kommt man mit der B(ä)rgbahn, was auch mir mit meinen kurzen Beinen sehr entgegen gekommen ist. Auf dem Berg gibt es dann viele Geister & Fabelwesen zu sehen, Geschichten zu hören oder auf den Spielplätzen herumzutollen. Oder man kann dem Drachen auf der Nase rumtanzen, schaut doch mal. Für alle, die dabei Hunger bekommen, empfiehlt der Bär die Einkehr auf der Gernkogelalm.

Bis bald, euer „begeisterter“ ganz gefährlicher Grizzly

Fahrradtour nach Meißen

Ja, mir san mit’m Radl da! Jaja, der Bär war sportlich unterwegs. Von Dresden nach Meißen entlang des schönen Elberadwegs. Da gab es Felder und Blumen, Wasser und Schiffe und auch eine Wiese mit Störchen zu sehen. Und in Meißen natürlich die Albrechtsburg. Wusstet ihr, dass man die frühere Markgrafschaft Meißen durchaus als den Ausgangspunkt unseres heutigen Sachsens betrachten kann? Schon im Jahr 929 hat König Heinrich I., übrigens ein Sachse – nur wohnten die damals noch ganz woanders – an dieser Stelle eine Burg bauen lassen. So kamen die Sachsen über Meißen in den nächsten Jahrhunderten dann dahin, wo sie heute leben.

Der Fahrradausflug war sehr schön, auch weil es richtig gutes Sommerwetter war. Nur anstrengend war es schon. Ich bin ja ein ziemlich gefährlicher Bär, kurze Beine habe ich trotzdem. Und so muss ich immer ganz besonders viel strampeln, wenn es ans Fahrradfahren geht. Schaut doch mal auf den Bildern, wie toll ich auf die Pedale trete.

Euer ganz gefährlicher Grizzly

Krabbelkäfer

Euer Bär war spazieren und hat dabei allerlei Flug- und Krabbelgetier getroffen. Einige, wie die Bienen, konnte ich sogar hören. Um die Wanzen zu finden musste ich mich aber schon ins Gras legen und ganz genau hinsehen. Die sind aber auch sowas von grün. Da lob ich mir die Fliegen: Manchmal nervig, aber wie sie sich als Fotomodell in Positur setzen und in der Sonne glänzen, einfach toll. Einige kleine Verstecker gibt es auch noch zu entdecken. Schaut doch mal genau hin, wer sich in so mancher Blume wohlfühlt.

Viel Spaß beim Suchen.
Euer ganz gefährlicher Grizzly

Morgenstern am Abend

Manchmal hat so ein Bär wie ich besonders viel Energie. Und wenn dann noch ein richtig schöner Sommerabend ist, hält es mich nicht zu Hause. Also ab in die Prärie, oder viel mehr ins Gebirge. Und wo ist es im Gebirge besonders schön? Klar, oben! So habe ich mir einen tollen Aussichtspunkt bei dem kleinen Erzgebirgsdorf Ansprung ausgeguckt und konnte auch meine Menschen überzeugen, mitzukommen.

Und was hat das nun mit dem Morgenstern zu tun? Nun, der kleine Berg nennt sich Morgensternhöhe. So ganz klein ist er dann doch nicht, immerhin sind es 711 Meter. Von dort hat man einen schönen Ausblick über das Schwarzwassertal nach Pobershau und in der anderen Richtung zur Bergstadt Sayda.

Interessiert haben mich auch einige historische Besonderheiten. So kann man den zwar schon etwas verwitterten, aber dennoch noch lesbaren Schriftzug „Wilhelm II. 1888 – 1913“ sehen, der anlässlich des 25-jährigen Thronjubiläums des letzten deutschen Kaisers in den Fels graviert wurde. Ein Stück weiter habe ich das Denkmal der Gefallenen aus dem Dorf während des Ersten und Zweiten Weltkriegs gefunden, das 2002 restauriert und wieder eingeweiht wurde. Zu guter Letzt gibt es auch noch Informationen zur Nutzung der Morgensternhöhe als Flugzeugbeobachtungsposition während des Zweiten Weltkriegs zu entdecken.

Wen die Historie nicht so interessiert, der kann aber auch einfach den tollen Ausblick von der Flaatzbank aus genießen oder die vielen kleinen Krabbeltiere am sehr schön gestalteten Insektenhotel beobachten.

Viele Grüße euer
ganz gefährlicher Grizzly

Blühender Fluss

Wer von euch hat denn schon einmal einen Fluss voller Blumen gesehen? Nein, keine von Menschen hineingeworfenen, sondern ganz natürlich  gewachsene. Ich hatte heute das Erlebnis. Wir haben eine bekannte Eisenbahnbrücke, das Hetzdorfer Viadukt, besucht. Seit einigen Jahren fahren allerdings keine Züge mehr darüber. Das Viadukt war den Belastungen durch die Eisenbahn nicht mehr gewachsen, so dass die Züge heute über eine in der Nähe neu erbaute Brücke fahren. Die schöne Steinbogenbrücke blieb aber glücklicherweise erhalten und man kann sie heute als Fußgänger begehen. Ja und wie wir so über die Brücke gehen, da leuchtet es uns weiß aus dem Fluss an. Um welchen Fluss es sich handelt, habt Ihr sicher schon erraten: die Flöha. In der Flöha blühten ganz viele langstielige Wasserpflanzen. Die Pflanzen waren so dicht, dass sie an den Stellen mit geringerer Strömung richtige Blütenteppiche auf dem Wasser bildeten. Ja so etwas hatte ich auch noch nicht gesehen, ein Fluss als Blumenbeet. Mir hat es jedenfalls sehr gefallen. Zu Hause hat der Bär dann auch noch herausgefunden, dass es sich bei den Pflanzen um den Flutenden Wasserhahnenfuß handelt. Was man nicht alles bei uns fast direkt vor der Haustür entdecken kann.

Mit blumigen Grüßen
euer ganz gefährlicher Grizzly